BK Galerie
Bislang schmückten die Werke unserer Schüler/innen nur die Wände und Klassenzimmer der JKR, in Zukunft wollen wir auch unserer Homepage damit mehr Farbe verleihen. Aus den Pinseln und Farbstiften der Klassen 5 bis 10 wird unsere Online-Galerie in Zukunft mit aktuellen Werken bestückt.




Was wir waren - was wir werden - was wird bleiben?
Klasse 10 Schuljahr 25/26
Betoninterventionen im Schulhaus
Unsere Klasse 10 b und c hat sich im Kunstunterricht mit einem Material beschäftigt, das im Schulalltag ständig präsent ist und doch selten wahrgenommen wird: Beton. Ausgehend von den feinen, reparierenden Eingriffen des französischen Künstlers Théo Haggaï – der Risse, Brüche und fehlende Stücke im Stadtraum mit kleinen gravierten Platten füllt und so unscheinbare Wunden in poetische Zeichen verwandelt – haben die Schüler:innen ihre eigene Lebenswelt in den Blick genommen: das Schulhaus, das sie nach dem Abschluss verlassen werden.
Statt auf einer neutralen Ausstellungsfläche zu arbeiten, haben die Jugendlichen gezielt „Lücken“ im Gebäude gesucht: abgeplatzte Ecken, Kanten, Risse, Nischen, funktionale Zwischenräume in Fluren oder Treppenhäusern. Orte, an denen täglich Hunderte Menschen vorbeigehen, ohne hinzusehen. Diese baulichen Lücken wurden zum Ausgangspunkt für die Frage:
Welche Spur möchte ich hier lassen, wenn ich gehe – und welche Lücke hinterlasse ich selbst?
In Kleingruppen und Einzelarbeiten entstanden Betonskulpturen, Reliefs und Einpassungen, die direkt in diese Lücken eingesetzt oder davor installiert wurden. Formal knüpfen viele Arbeiten an die Umgebung an, greifen Kanten, Risse oder Raster auf – oder setzen bewusst einen Kontrast, indem sie weiche, organische Formen dem harten, kantigen Bestand entgegensetzen. Inhaltlich kreisen die Objekte um Themen wie Druck und Entlastung, Sichtbarkeit und Übersehenwerden, Übergänge zwischen Fachräumen, Pausenorten und „Zwischenzeiten“ des Schulalltags.
Entscheidend war dabei nicht nur das fertige Objekt, sondern der gedankliche Prozess, den die Schüler:innen in begleitenden Reflexionstexten sichtbar gemacht haben. Jede Arbeit wird von einem persönlichen Text flankiert, in dem die/der jeweilige Zehntklässler:in die Metaphorik „seiner“ Lücke erklärt:
– Was hat mich an diesem Ort geprägt?
– Welche Rolle oder welches Gefühl steckt in meinem Objekt?
– Wie füllt meine Intervention die Lücke – nicht nur baulich, sondern auch symbolisch?
So verbinden sich architektonische Mängel und biografische Erfahrungen zu kleinen, konzentrierten Eingriffen: Die Lücke wird nicht „unsichtbar geflickt“, sondern als Spur von Anwesenheit und Veränderung markiert. Im Sinne eines „vandalisme inversé“, wie er Théo Haggaï zugeschrieben wird, werden geschundene Stellen des Gebäudes nicht weiter beschädigt, sondern mit Sorgfalt, Zeit und künstlerischer Aufmerksamkeit aufgeladen.
„Lücken, die bleiben“ ist damit mehr als eine Sammlung von Schülerarbeiten: Das Projekt versteht das Schulhaus als gemeinsam genutzten Lebensraum und fragt, wie Jugendliche diesen Raum kurz vor ihrem Abschied noch einmal aktiv mitgestalten und ihre eigene Geschichte darin verankern können – in Beton, aber mit einer überraschend zarten, menschlichen Geste.
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Faking KI - Klasse 10 Schuljahr 24/25
Mal ehrlich, was sollen wir denn noch im Kunstunterricht machen, wenn jedes Handy quasi ohne Zeitverzögerung jede Art von künstlerischen Filtern über die Welt legen kann. Wenn die Qualität des Bildes nicht mehr vom Pinselduktus abhängt, sondern vom Promt. Naja, wir tun das, was alle Künstler*innen taten, als der Fortschritt drohte, ihnen ihr Metier streitig zu machen… wir erfinden es neu und werfen einen kritisch bis sarkastischen Blick darauf und auf die Gesellschaft, die der Grund dafür ist.
So führte der Weg der Impressionist*innen einfach raus aus dem Atelier, nachdem die Fotografie ihnen die Aufgabe der abbildhaften Darstellung abgenommen hatte. So fanden Sie ihre Bestimmung in der Darstellung der Lichtstimmung und der Aktivierung der Betrachtenden durch die optische Farb- und Formmischung.
Dass Pop-Art Künstler*innen nicht einfach nur Comics vergrößert oder Suppendosen zur „Kunst“ gemacht haben, erkennt man erst beim genauen Hinschauen. Denn damals drohte die Erfindung des Fließbands, die Industrialisierung oder eben die Suppendose als Inbegriff für eine „haltbare“ Welt viele Arbeitsplätze obsolet werden zu lassen.
Und heute? Ich habe Chat Gpt mal gefragt, ob sie mich irgendwann ersetzen wird. Sie meinte nein, aber mal ehrlich, würde sie es mir sagen, wenn doch? Und so clever auch das Banner am Gerüst in Kirchheims Innenstadt ist: Chat GPT, bau mal das Gerüst auf… hat das alles doch „a Gschmäckle“.
Und dann haben meine 10.-Klässler*innen und ich uns in einer Welt voller Fragezeichen und Fakes und multiplen Wirklichkeiten, die sich in sämtlichen Graubereichen bewegen unsere Nische gesucht. Mit Faking KI möchten wir ein analoges Moment auf den digitalen Bildschirm holen … oder vielleicht auch eben nicht.




KREATIVe Tipps

Es liegt in der Hand wie ein Stift, aber schneidet, statt zu schreiben.
Ein Cutter, mit dem man Rundungen schneide, als würde man sie zeichnen.


Dinge, die mit wenig Aufwand (vor allem wenig teures Material) einen tollen Effekt erzielen stehen bei mir ganz weit oben. Einfacher Tonkarton und ein bisschen Mühe.

In der Tat hat es mich schon begeistert, dass unser Kopierer sich sozusagen eine Falt- und Stanztechnik zu nutze macht, um Blätter ökologisch zu heften. Wirklich toll fand ich, dass es das jetzt auch für den Schulranzen gibt.

Das habe ich tatsächlich nicht gekauft, weil es doch eine kostenintensive Anschaffung ist - auch im Verbrauchsmaterial. Mich hat hier aber die Niederschwelligkeit begeistert, mit der man jegliche Motive innerhalb kürzester Zeit auf wirklich fast jeden Untergrund gedruckt bekommt.
Die Idee für das Werkstück des ersten Halbjahres in Klasse 10 holte ich mir auf der Herbstmesse in Stuttgart
Hier ein paar Inspirationen von der Messe










































Die fertigen Ergebnisse findet ihr bald HIER.








