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Image by Roman Kraft

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  • vor 2 Tagen
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Ich erinnere mich noch sehr genau an den Abend des 8. Juli 2006. Die Straßen waren leergefegt und ganz Deutschland war vor einem Fernseher oder einer Leinwand versammelt. Dabei ging es „nur“ um einen dritten Platz.

Gut, an dieser Stelle ist die Parabel vielleicht etwas brüchig, an anderen Stellen jedoch fand ich mich in eben diesem Gefühl bei der Verleihung des W³ wieder.

Die Einladung der „Wirtschaftsjunioren Esslingen“ ins alte Rathaus nach Esslingen versprach ein Siegertreppchen für unsere 8. und 9. Klassen, die ihr Wissen beim Quiz des W³ unter Beweis stellten. Welches Treppchen da wartete wurde keinem, also fast keinem der Teilnehmenden im Vorfeld mitgeteilt.

Zwei Stunden lang führten wir an der JKR unter Prüfungsbedingungen den Wettbewerb durch. Fragen wie „In welchen Fall gilt ein 0% Umsatzsteuer-Regelung?“, „Was ist ein Social Token?“ oder „Welches Land hat 2024 den Vorsitz in der UN-Kommission zur Förderung von Frauen inne?“ werden in diesem jährlichen Wettbewerb gestellt. Unsere Schülerinnen und Schüler beantworteten diese allein mit dem Wissen, das sie über zwei Jahre WBS Unterricht gesammelt hatten und dem Interesse an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, das wir ihnen damit mitgeben konnten.

Im Vorprogramm zur Siegerehrung kamen lokale Stimmen aus Wirtschaft und Politik zu Wort wie Esslingens Oberbürgermeister Sigel. Zu Wort mit musikalischer Grundlage kam auch der Rapper ANGR.

Worte, die an diesem Abend hängen blieben waren „Wirtschaftswissen ist kein NiceToHave, wer es versteht, versteht die Welt besser. Und es ist nicht nur für Männer in Anzügen“. Was klar wurde war, dass es auch was für Frauen im Jackett ist, für junge Menschen in Sneaker und Hoodie und für alle, bei denen der Unterricht nicht mit dem Stundenplan endet.

Wendlingens Oberbürgermeister Steffen Weigel applaudierte ebenfalls für alle Wendlinger, die an diesem Abend Preise abräumten. Auf die Nachfrage an einen der JKR-Preisträger Malte Lentzen, ob ihm noch eine Frage gegenwärtig sei, die Herr Weigel beantworten könne, erinnerte er sich an: „Was geschah am 3. Oktober 1989?“. Sicher hätte auch Herr Weigel beim W³ auf dem Treppchen gestanden, aber hätten Sie es gewusst?



 
 
 

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