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And the winner is……

Am 15. Juli verabschiedeten wir unsere Abschlussklassen mit Scheinwerferlicht und rotem Teppich – ganz gemäß dem Motto des Abends „Oscar Night in Wendlingen“.

Bei hochsommerlichen Temperaturen konnten wir dieses Jahr wieder im Treffpunkt Stadtmitte, startend mit einem Sektempfang (bei dem es natürlich auch alkoholfreie Erfrischungen gab) den bestandenen Abschluss unserer „Großen“ feiern. Frau Lude sorgte mit ihrem Catering – Team (auch ein Spezialisierungsangebot der Achtklässler) für das passende Ambiente und den feierlichen Rahmen schon VOR dem Treffpunkts Stadtmitte.

96 Stars und Sternchen erwarteten das Überreichen der Abschlusszeugnisse auf dem G- oder M-Niveau. 13 Schüler*innen wurden am Abend sogar mit einem Preis und 21 mit einer Belobigung ausgezeichnet.


Der Rahmen der Feier war durch Frau Stängle und Frau Zimmer und deren Team aus Achtklässlern, die sich die Organisation der Abschlussfeier als Spezialisierungsangebot gewählt hatten, Oscar reif gestaltet: Ein roter Teppich, spektakuläre Filmmusik zum Einlaufen unserer Stars, lange glitzernde Kleider, junge Männer im Anzug oder mit Jackett.

Das forderte unsere Schulleiterin Frau Wolf gleich eingangs ihrer Rede zur Frage auf, was denn der gegebene Anlass mit Hollywood zu tun habe. Frau Wolf war sich sicher: Mehr, als man oberflächlich betrachtet, vermuten würde.


So stellte Frau Wolf fest, dass das Happy End in Hollywood – in aller Regel – vorprogrammiert sei. Jeder Schauspieler erfülle sein Drehbuch und es stehe längst fest, wer was wann wie genau zu sagen oder zu tun habe.


Ganz anders und damit anspruchsvoller die „Rolle“ unserer Abschlussschüler*innen. Frau Wolf war es wichtig zu betonen, dass diese ihren Weg in den letzten Jahren zunehmend selbst planten und organisierten; nicht nur durch die Wirrung der Corona-Krise.


Während das Leben als Fünftklässler noch weitgehend fremdbestimmt war (durch Eltern und Lehrer*innen), stünden nun junge Erwachsene vor ihr und uns allen, die in feierlichen Outfits, dem vorerst größten Wandel ihres Lebens gegenüberstehen.


Auch wenn sich am Abend das meiste um die heißersehnten Abschlusszeugnisse drehte, war es unserer Schulleiterin wichtig zu betonen, dass die Schüler*innen deutlich mehr erreicht haben als „nur“ das Abschlusszeugnis. Sie lernten, so Frau Wolf, sich durchzusetzen, für ihre Meinung und ihre Mitschüler einzustehen und wurden so zu Persönlichkeiten. Die Schulleiterin der JKR ist sich sicher: all dies, gepaart mit den ganz persönlichen Talenten unserer Schüler*innen ist es, was sie alle im Leben erfolgreich und vor allem glücklich machen wird.


Einen „Extra-Oscar“ verlieh Frau Wolf sprichwörtlich „unserem Fabian“, der als ehemaliger Schüler der JKR in gewohnt großartiger Weise für das rechte Licht und den guten Ton sorgte.


Ehe es an die Zeugnisse ging, hielten auch Vertreter*innen der Abschlussschüler*innen ihre Rede mit einem Rückblick auf die Schulzeit an der JKR. So erklärten sie, dass es in Klasse 5/6 noch das ein oder andere „Low Budget Projekt“ gab, ehe Alice ihr „Wunderland“ verließ und erkannte, dass „Dumbo“ gar nicht fliegen könne. Interessant zu sehen, dass die Schüler*innen ihre Zeit in den Stufen 7 und 8 selbst als Katastrophenfilme bezeichneten, in denen sich Faulpelze, Tunichtgute und Besserwisser ein Stelldichein gaben.

Natürlich bekam auch der ein oder andere Fachunterricht auf witzige Art und Weise sein „Fett“ weg: So erinnerten Gedichtinterpretationen in Deutsch an „das Schweigen der Lämmer“, war der Matheunterricht eine „Mission Impossible“ und die Fremdsprachler gelegentlich „Lost in Translation“.



Wenngleich für die Filme unserer diesjährigen Abschlussklassen keine Fortsetzungen mehr gedreht werden können – zumindest nicht in gleicher Besetzung - so ist sich die Schülersprecherin Havin Karakaya sicher: IHR Film wird einen Oscar bekommen!

Verabschiedet hat sich die Schülersprecherin vom Publikum mit den bekannten Worten Arnold Schwarzeneggers aus Terminator 2 „Hasta la Vista Baby!“, mit denen sich erst neulich auch Boris Johnson vom britischen Parlament verabschiedete.


Die anwesenden Lehrer*innen der JKR gingen auch nicht leer aus: Jede*r bekam von den Abschlussschüler*innen seinen eigenen Oscar für besonders herausragende Leistungen samt einer Tüte Mais (das zu Popcorn „gepoppt“ werden darf) für die nächste entspannende Filmnacht.


Ein kurzer abschließender Videoclip der Schüler*innen beendete den Abend.




Wie schön, dass wir das alle wieder gemeinsam im Treffpunkt Stadtmitte feiern konnten.

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